Die erste Säule von Safe Canopy ist die geschützte Keimzelle: das ambulante, selbstbestimmte Familienwohnen. Es bricht radikal mit dem Konzept der institutionellen Heimunterbringung.
- Absolute Autonomie: Jede Familie bewohnt eine eigene, baulich streng schallisolierte und sensorisch geschützte Wohneinheit mit eigener Küche und Bad. Es ist ein echtes, rechtlich geschütztes Zuhause. Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsküchen sind rein optionale Zonen für freiwillige Interaktion. Es gibt keinen sozialen Zwang.
- Der rechtliche Hebel – § 116 SGB IX: Anstatt dass für jede Familie separate Pflegedienste zu unterschiedlichen Zeiten anreisen (was enormen Stress bedeutet), erlaubt uns das Gesetz, die Assistenzbudgets der Bewohner vor Ort zu poolen (zusammenzulegen). Eine feste, vertraute Assistenzkraft ist dauerhaft auf dem Hof präsent. Sie kann flexibel und unbürokratisch einspringen – sei es bei einem akuten Meltdown eines Kindes oder zur Entlastung einer durch Krankheit geschwächten Mutter. Das senkt den Personalschlüssel und die Kosten für den Träger drastisch, während die Verlässlichkeit der Hilfe für die Familien maximiert wird.
- Das Sicherheitsnetz: In der Startphase sind die Wohnkosten über die Kosten der Unterkunft (KdU) des Sozialamtes vollständig abgesichert. Das eliminiert das Risiko für den Träger. Das primäre Ziel bleibt jedoch die schrittweise wirtschaftliche Emanzipation der Familien durch die hofeigenen Wertschöpfungsmodule.
- Die Wohn-Synergien im Alltag: Das Wohnmodul ist der logische Ankerpunkt für alle anderen Bereiche. Durch die unmittelbare Nähe zum Digital Hub und den Werkstätten fallen Arbeitswege und Pendelstress komplett weg – Arbeit findet barrierefrei direkt vor der Haustür statt. In Kombination mit dem Learn Hub entsteht eine tragfähige Gemeinschaft, die Care-Arbeit und Kinderbetreuung organisch aufteilt. Der direkt angrenzende Waldgarten fungiert als erweiterter, reizarmer Vorgarten, der bei drohenden sensorischen Krisen im Alltag sekundenschnelle Erdung und Co-Regulation ermöglicht.
